Die Bundesliga-Partie zwischen Rapid Wien und Sturm Graz am Sonntag wurde von massiven technischen Problemen bei Sky und einem kompletten Ausfall des Video-Assistenten-Schiedsrichters (VAR) überschattet. Bereits nach drei Spielminuten, als Rapid einen Elfmeter zugesprochen bekam, zeigte sich das volle Ausmaß der Pannen.
Sky, das seit 2004 die Bundesliga überträgt und die Rechte von 2026 bis 2030 hält, sah sich mit hunderten Beschwerden auf Social Media konfrontiert. Kunden klagten über instabile Kameraführung, schlechte Bildqualität, Tonausfälle und eine verzögerte Kommentator-Stimme während des Spiels. Der Sender entschuldigte sich später bei seiner Community für die Störung während der Live-Übertragung der Admiral Bundesliga.
Die Ursachen für die schlechte Übertragungsqualität sind strukturell. Die Bundesliga lässt die TV-Bilder nicht mehr von Sky selbst produzieren, sondern hat die Produktionsrechte neu vergeben. Neuer Partner ist Uppercut Broadcast, dessen Deal bereits im Dezember des Vorjahres präsentiert wurde. Sky zahlt nun deutlich weniger für die Übertragungsrechte und muss die fertigen Bilder von Uppercut übernehmen und senden. Der Sender kündigte daraufhin sein angemietetes Studio in Wien-Auhof. Uppercut-CEO Daniel Brandstätter hatte im Dezember versprochen, ab der neuen Saison neue Maßstäbe in der heimischen TV-Produktion zu setzen.
Während der Partie gab es nicht nur Bild- und Tonprobleme, sondern auch einen schwerwiegenden Ausfall des VAR-Systems. Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch gab nach dem Spiel an: "Noch vor dem Spiel seien die Unparteiischen zu ihm gekommen und hätten gesagt, dass sie 'keine direkte Verbindung zum VAR' hätten." In der Folge mussten VAR-Offizieller Harald Lechner und Vierter Offizieller Julian Weinberger die gesamten 90 Minuten per Telefon kommunizieren. Die Überprüfung des Elfmeters, der zum 1:0 führte, dauerte dadurch volle vier Minuten.
Trotz der ungewöhnlichen Umstände verlor Sturm Graz das Spiel und blickt nun auf eine gemischte Bilanz in der laufenden Saison. Der Klub steht mit 8 Punkten aus 5 Spielen auf dem 4. Tabellenplatz. Die Bilanz zeigt 2 Siege, 2 Unentschieden und eine Niederlage, die aktuelle Form lautet LDWWD. In der Offensive traf die Mannschaft bisher 6 Mal, musste aber auch 5 Gegentore hinnehmen, was eine positive Tordifferenz von +1 ergibt. In der Meisterschaftsentscheidung hat Sturm allerdings bereits 7 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer Lask Linz. Die nächste Gelegenheit, aufzuholen, bietet sich direkt im nächsten Spiel. Sturm empfängt Lask Linz am 13. September 2026 in der Merkur Arena. Die gesamte aktuelle Tabelle und alle weiteren Termine finden Sie auf unserer Standings Seite.
Die technischen Probleme bei Sky und der VAR-Ausfall werfen Fragen zur Zuverlässigkeit der Bundesliga-Infrastruktur auf. Für Sturm Graz konzentriert sich der Fokus nun voll auf das Topspiel gegen den Ligaersten, dessen Vorbereitung im Squad zu verfolgen ist.
